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Vollständige Liste der Ansprechpartner der DLRG Ortsgruppe Cuxhaven e.V. findest du hier .
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Ein Herbststurm tobt und bringt viel Wind und starke Regenfälle. In dieser ohnehin angespannten Situation führt ein Cyberangriff zu einem Ausfall der Steuerung des Lunemündungsbauwerkes bei Bremerhaven sowie der Stromversorgung in der Region. Durch die Fehlfunktion des Mündungsbauwerkes droht das weiter steigende Wasser der Lune größere Bereiche des südlichen Landkreises Cuxhaven zu überfluten. Zudem geraten Krankenhäuser und Notaufnahmen der Region an die Belastungsgrenze.
Diese Szenario war die Grundlage einer kürzlich durch den Landkreis Cuxhaven, dem DLRG Bezirk Cuxhaven- Osterholz sowie der DRK Kreisverbände Wesermünde und Land Hadeln abgehaltenen Katastrophenschutzübung. Für diese Übung wurden die DRK Kreisverbände sowie der DLRG Wasserrettungszug Cuxhaven- Osterholz alarmiert. Am Freitag Abend kamen die Einheiten im Bereitstellungsraum, für den eine Schule in Schiffdorf ausgewählt wurde, an. Die DRK- Einheiten konnten so den Aufbau und Betrieb einer Unterkunft für KatS- Einheiten üben. 120 Helferinnen und Helfer aus dem gesamten Landkreis mussten verpflegt und mit Schlafmöglichkeiten versorgt werden. Nach einem Lage- Briefing und der Herstellung der Einsatzbereitschaft endete der erste Tag.
Am Samstag rückten zunächst die Fernerkundungseinheiten mit den Drohnen aus. Sie erstellten ein 3D Geländemodell, auf deren Grundlage ermittelt wurde, welche Bereich durch den steigenden Wasserstand der Lune gefährdet sind und evakuiert werden mussten. Schnell kamen die Aufträge der Einsatzleitung und so setzten sich die DRK- Einheiten und der Wasserrettungszug in Bewegung.
Im Laufe des Tages gab es 7 Stationen mit unterschiedlichen Aufgaben und Herausforderungen zu bewältigen. Dazu gehörten u.a. die Evakuierung von Personen und Tieren aus überflutungsgefährdeten Bereichen. An einem Feuerwehrhaus musste ein Versorgungs- und Betreuungsplatz inkl. Stromversorgung aufgebaut werden. Zahlreiche Personen mussten aus dem Wasser oder von Dächern gerettet und medizinisch versorgt werden. Für erkrankte Personen wurden dringend benötigte Medikamente mit einer Drohne transportiert.
Die Rettungskräfte wurden ständig vor neue Herausforderungen gestellt. Wie bekommt man Tiere in ein Boot und wieder heraus? Hierfür mussten Behelfsstege gebaut werden. Doch woher kommt das Material dafür? Wie können 10 Personen von einem Dach gerettet werden, wenn es keine geeignete Stelle gibt, um die Motorboote ins Wasser zu bekommen? Hier wurde auf ein Gummiboot zurückgegriffen. Wie bekommt man nun aber die geretteten und teilweise verletzten Personen zur Sammelstelle? Am Mündungsbauwerk galt es Treibgut aus dem Staubereich zu entfernen. Um die Boote ins Wasser zu bringen, musste aber zunächst eine Slipstelle freigesägt werden. Das hierfür benötigte Werkzeug befand sich aber an einer anderen Einsatzstelle. An einer Taucheinsatzstelle tauchten plötzlich verletzte Personen auf, die dringend von einem Krankenwagen abgeholt werden mussten. Diese waren aber gerade in anderen Einsätzen gebunden. An einer weiteren Stelle musste ein Stall leergepumpt werden. Das wurde durch ein mit 38.000l gefülltes Wasserbecken simuliert.
Grundsätzlich galt es da ganzen Tag über die limitierten personellen und technischen Ressourcen sinnvoll und effektiv zu nutzen. Für den DLRG Wasserrettungszug war es die Aufgabe von Zugführer Tjark Makel und seinem Führungsstab die Einheiten aus dem Einsatzleitwagen zu koordinieren und die Einsätze abzuarbeiten. Am Ende des Tages waren alle Einsatzstellen und Aufträge abgearbeitet. Erschöpft, aber zufrieden und um viele Eindrücke reicher, kehrten die Einsatzkräfte am Abend in ihre Unterkunft zurück.
Die Übung endete am Sonntag mit dem Rückbau der Unterkunft und der Heimfahrt der Einheiten. Neben den Katastrophenschutzeinheiten nahmen über 40 Personen teil, die die Übung als Mimen bereicherten. Sie stellten Verletzte oder hilfesuchende Personen, Pressevertreter oder Sachkundige dar. Darüber hinaus waren auch Pferde, Schafe, ein Kalb und Hunde dabei. Begleitet wurde die Übung durch interessierte Besucher aus den fachlichen und politischen Bereichen, darunter auch Landrat Thorsten Krüger und die niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens.
Bilder: DRLG Cuxhaven, DLRG Bezirk Cuxhaven- Osterholz
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